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Weder Leere noch Existenz, und doch beides zugleich

Tausche nicht eine Unwissenheit gegen eine andere. Vertausche nicht eine Verblendung mit einer anderen.

Tausche nicht eine Unwissenheit gegen eine andere. Vertausche nicht eine Verblendung mit einer anderen.

Es ist leicht, an der Existenz festzuhalten, und genauso leicht, an der Leere festzuhalten. Aber sich weder in Leere noch in Existenz niederzulassen — und doch zugleich in beidem — das ist schwer!

Für die meisten Praktizierenden beginnt der Weg damit, sich an die Existenz zu klammern und sie dann in der Leere aufgehen zu lassen. Von dort aus geht man über beide hinaus, hinein in einen Zustand, der weder leer noch existent ist. Schließlich erkennt man, dass Leere und Existenz untrennbar sind. Erst dann entfaltet sich wahre Freiheit.

Originaltitel: Zen-Worte für einen reinen Geist: Tausche niemals eine Unwissenheit gegen eine andere

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