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Klares Erkennen der abhängigen Bedingungen ermöglicht es dir, deine Praxis zu pflegen und gleichzeitig andere zu beeinflussen

Dieser ernste, schmerzliche Wunsch – jener, der sich danach sehnt, rohes Eisen zu feinem Stahl geschmiedet zu sehen und frustriert ist, wenn der Fortschritt stockt – hat sich über lange Jahre der Praxis gemildert und geglättet. Auch er w...

Dieser ernste, schmerzliche Wunsch – jener, der sich danach sehnt, rohes Eisen zu feinem Stahl geschmiedet zu sehen und frustriert ist, wenn der Fortschritt stockt – hat sich über lange Jahre der Praxis gemildert und geglättet. Auch er wird von seinem eigenen Karma sowie den Ursachen und Bedingungen seines Verdienstes und Glücks geformt. Gemäß unserer aufrichtigen Pflicht, Mitgefühl zu üben, müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm zu nützen. Doch wir müssen auch erkennen, dass viele dieser Ursachen und Bedingungen ganz davon abhängen, ob er sie selbst zu ergreifen vermag. Es ist nicht unsere Sache, die Last seiner großen Angelegenheit von Geburt und Tod für ihn zu schultern. Ihn zu tragen nützt ihm ohnehin nichts: Niemand kann das Karma eines anderen für ihn tragen. Mit der Zeit, wenn wir immer mehr Umständen begegnen, werden Körper und Geist immer fähiger, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Denn wie Ursachen und Wirkungen sich gemäß ihrer eigenen Natur entfalten, das kann niemand einfach durch sein Eingreifen verändern.

Alles, was wir tun können, ist unser Bestes zu geben, um die Samen von Ursachen und Bedingungen zu säen, die seine Entschlossenheit stärken – bis hin zu seinen letzten Momenten auf diesem Pfad von Geburt und Tod. Nur wenn wir die illusorische Natur der Ursachen und Bedingungen hinter diesen flüchtigen Gewinnen und Verlusten klar sehen, können wir unsere eigene Praxis pflegen und gleichzeitig andere beeinflussen. Selbst die größten Segnungen und die geistige Unterstützung von Buddhas und Bodhisattvas erreichen dich nicht, wenn du nicht mit ihnen in Einklang stehst, wenn du ihren Lehren nicht folgen und sie nicht in die Praxis umsetzen kannst. Auch die Achtundvierzig Gelübde des Buddha erfordern, dass dein Geist mit ihnen übereinstimmt, dass du mit ihrer Absicht in Resonanz treten kannst. Es ist wahrlich nicht möglich, Befreiung allein durch hartnäckiges, eigenwilliges Handeln zu erlangen. Du musst deinen Geist und dein Bewusstsein in unerschütterlicher Entschlossenheit zur Ruhe kommen lassen, damit Pfad und Geist wahrhaft zueinanderfinden und einander entsprechen können.

Ursprünglicher Titel: Dharma-Vortrag von Ehrwürdiger Huaping

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