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Offen lieben

Su Dongpo besuchte den Jinshan-Tempel, um mit Chan-Meister Foyin zu meditieren und Chan zu praktizieren. Da er sich in Körper und Geist klar und offen fühlte, fragte er den Meister: „Meister! Was hältst du von meiner Sitzhaltung?"

Su Dongpo besuchte den Jinshan-Tempel, um mit Chan-Meister Foyin zu meditieren und Chan zu praktizieren. Da er sich in Körper und Geist klar und offen fühlte, fragte er den Meister: „Meister! Was hältst du von meiner Sitzhaltung?"

Chan-Meister Foyin erwiderte: „Deine Sitzhaltung ist höchst würdevoll – du bist das Ebenbild eines Buddha!"

Su Dongpo war überglücklich, das zu hören.

Chan-Meister Foyin wandte sich nun an ihn und fragte: „Gelehrter! Was hältst du von meiner Sitzhaltung?"

Su Dongpo ließ keine Gelegenheit aus, den Meister zu necken, und antwortete sofort: „Wie ein Haufen Kuhdung!"

Zu Su Dongpos Überraschung war Chan-Meister Foyin genauso erfreut, das zu hören. Selbst nachdem er mit Kuhdung verglichen worden war, sagte er nichts. Überzeugt, endlich die Oberhand über den Meister gewonnen zu haben, war Su Dongpo insgeheim hocherfreut. Er prahlte mit jedem, den er traf: „Heute habe ich gewonnen!"

Bald erreichte die Nachricht Su Dongpos jüngere Schwester, Su Xiaomei. Sie fragte ihn: „Bruder! Wie genau hast du den Meister besiegt?" Su Dongpo, vor Aufregung übersprudelnd, schilderte ihr die ganze Begebenheit in allen Einzelheiten.

Zu seiner Überraschung sagte Su Xiaomei ernst, nachdem er geendet hatte: „Bruder, du hast verloren. Der Geist des Meisters ist dem eines Buddha gleich, deshalb sieht er dich als Buddha. Aber dein Geist ist wie Kuhdung, deshalb siehst du den Meister als Kuhdung."