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Geben ist die Wurzel aller guten Taten, an erster Stelle unter den Sechs Paramitas

Damit ist die Bodhisattva-Praxis des Dharmakara umrissen, die einem selbst und anderen zugutekommt. Die großen Übungen eines Bodhisattvas sind die Paramitas. Es gibt sechs Arten – die sogenannten Sechs Paramitas. Sie sind die Ursachen od...

Übe die Sechs Paramitas selbst und ermutige andere, es ebenso zu tun.

Damit ist die Bodhisattva-Praxis des Dharmakara umrissen, die einem selbst und anderen zugutekommt. Die großen Übungen eines Bodhisattvas sind die Paramitas. Es gibt sechs Arten – die sogenannten Sechs Paramitas. Sie sind die Ursachen oder, wenn man so will, die Voraussetzungen, damit ein Bodhisattva die Buddhaschaft erlangt.

Nämlich: Geben, Einhalten der Gebote, Geduld, Fleiß, Meditation und Weisheit. Durch die Pflege dieser sechs Methoden kann ein Bodhisattva die große Übung, sich selbst und anderen zu nützen, zur vollkommenen Entfaltung bringen und erfolgreich das jenseitige Ufer des Nirwana erreichen. Daher heißen sie Sechs Paramitas; „Paramita" bedeutet „das andere Ufer erreichen".

Wir stehen noch auf diesem Ufer von Geburt und Tod. Zwischen hier und dem jenseitigen Ufer des Nirwana liegt ein gewaltiger, tosender Fluss des Samsara. Wie überqueren wir ihn? Durch die Sechs Paramitas.

Die Sechs Paramitas dienen zugleich als sechs Rezepte, um unsere sechs schwersten Befleckungen zu heilen.

Nehmen wir das Geben als Beispiel. Als fühlende Wesen sind wir im Allgemeinen zu Geiz und Gier geneigt. Wir sind knausrig mit dem, was wir haben, und begehren das, was wir nicht haben.

Um dem zu begegnen, muss man verstehen, dass Geiz auch eine Form der Ich-Anhaftung ist. Hält man an einem Selbst fest und hegt eine Körperanschauung, klammert man sich zwangsläufig an Besitz und sinnliche Begierden. Deshalb muss die Praxis der Sechs Paramitas, um wahrhaft vollkommen zu sein, in der Prajna-Weisheit der Leerheit gründen. Ohne ein gewisses Maß an Weisheit, die die Leerheit erkennt, kann man schlicht nicht geben.

Bittet man einen sehr reichen, aber zutiefst verhafteten Menschen, auch nur hundert oder tausend Dollar zu spenden, so kommt ihm das so quälend vor, als schnitte er sich ins eigene Fleisch.

Geben ist die wahre Quelle aller tugendhaften Taten, weshalb es an erster Stelle unter den Sechs Paramitas steht. Seine vorderste Position ist nicht zufällig – sie zeigt, dass Geiz und Gier unsere schwersten Befleckungen sind und wir sie zuerst angehen müssen.

Auch Konfuzius bemerkte, dass alle anderen Tugenden eines Menschen der Rede nicht wert sind, wenn er geizig ist.