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Ein Pfad zur Quelle

Die Linji-Schule ist bekannt für ihren scharfen, kompromisslosen Stil. Wie es in der Aufzeichnung aller Dharmas, die zum Geist zurückkehren heißt:

Es gibt keinen zweiten Pfad zurück zur Quelle

Die Linji-Schule ist bekannt für ihren scharfen, kompromisslosen Stil. Wie es in der Aufzeichnung aller Dharmas, die zum Geist zurückkehren heißt:

Ihre ungekünstelten Methoden schlagen mit der Wucht eines einstürzenden Berges, ihre Spontaneität zuckt schneller als der Blitz. Mit bloßen Händen tötet sie, ihre wuchtigen Schläge verfolgen den Atem der Unwissenheit selbst. Schläge und Schreie fliegen hin und her; Erleuchtung und Funktion sind eins. Gastgeber und Gast stehen klar getrennt; Person und Umgebung werden abwechselnd ergriffen und losgelassen. Doch all die unterschiedlichen Namen und Formen weichen nie von diesem einen höchsten Prinzip ab.

Jeder Austausch von Schlägen und Schreien hat seinen Grund. Jeder zielt darauf ab, jeden Namen und jede Form davon abzuhalten, von jenem einen höchsten Prinzip abzuweichen. Alle entspringen der Weisheit und dem Mitgefühl der Ahnherren für die fühlenden Wesen — etwas, das wir besonders klar in den Lehren von Meister Cunjiang erkennen.

Daraus verstehen wir auch, warum der Buddha 84.000 geschickte Mittel lehrte. Diese vorläufigen Lehren waren auf die unterschiedlichen Leiden und Fähigkeiten der fühlenden Wesen zugeschnitten; es bedeutet nicht, dass das Dharma selbst verschiedene Formen annimmt.

In Wahrheit kehren alle Dharmas letztlich zu einer einzigen Quelle zurück: diesen gegenwärtigen Geist dieses Augenblicks — klar und leuchtend, unbewegt, endlos wach.

In der Praxis sollten wir stets zur grundlegenden Bedeutung des Dharma zurückkehren. Andernfalls laufen wir Gefahr, vorläufige Lehren für die endgültige Wahrheit zu halten, Anhaftung, Unterscheidung und Verwirrung hervorzubringen — und so in falsche Ansichten zu verfallen.

Nur indem wir unaufhörlich zur wahren Bedeutung des Dharma und zum Geist dieses gegenwärtigen Augenblicks zurückkehren, können wir wirklich erkennen, dass alle Methoden am Ende nur geschickte Mittel sind. Erst dann können wir im Geist des Großen Fahrzeugs verweilen und die Tore der zweckmäßigen Lehre frei öffnen.

Anmerkung 1: Dies ist einer der vier Schreie, die für die Linji-Schule charakteristisch sind. Meister Linji Yixuan sagte einmal: „Manchmal ist ein Schrei wie das Schwert des Diamantkönigs, manchmal wie ein goldmähniger Löwe, der am Boden kauert, manchmal wie eine Sonde, die ausgeworfen wird, um die Schatten zu prüfen, und manchmal wird ein Schrei gar nicht als Schrei verwendet."