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Die schwerwiegendste Sünde der spirituellen Praxis ist, ständig den Gegenstand deiner Aufmerksamkeit hin und her zu wechseln

Ich möchte euch eine Geschichte über eine Ziege erzählen, die zum Nachdenken anregen soll. Es gab einmal eine Ziege, die eines Morgens aufwachte und auf das Feld gehen wollte, um etwas Chinakohl zu essen. Als sie dort ankam und gerade ei...

Ich möchte euch eine Geschichte über eine Ziege erzählen, die zum Nachdenken anregen soll. Es gab einmal eine Ziege, die eines Morgens aufwachte und auf das Feld gehen wollte, um etwas Chinakohl zu essen. Als sie dort ankam und gerade einen Bissen nehmen wollte, huh, die Morgensonne fiel schräg auf ihren Körper, sodass ihr Schatten besonders lang wirkte. Sie dachte bei sich: „Ich bin eine Ziege, aber mein Körper ist so riesig! Ich sollte keinen Chinakohl essen – ich sollte lieber Früchte von den Bäumen fressen.“ Sie rannte los in Richtung Wald. Als sie dort ankam und gerade Früchte essen wollte, stand die Sonne bereits hoch am Mittagshimmel und warf einen Schatten, der besonders klein wirkte. Sie schnaubte: „Oh, ich bin so winzig! Wie könnte ich es überhaupt verdienen, Früchte von Bäumen zu essen? Ich bleibe lieber bei meinem Chinakohl.“ Sie rannte zurück zum Feld. Als sie dort ankam, war die Dämmerung hereingebrochen, und die untergehende Sonne fiel wieder schräg über die Landschaft, sodass ihr Schatten erneut groß wirkte. Sie dachte: Ich sollte doch lieber in den Wald gehen und Früchte essen.

Am Ende rannte sie den ganzen Tag hin und her und hat nicht ein einziges Mal etwas gegessen.

Was das bedeutet: Egal, ob du eine Reue-Praxis ausübst oder eine andere spirituelle Disziplin – sobald du einen Gegenstand für deine Aufmerksamkeit gewählt hast, musst du dich voll und ganz darauf verpflichten. Wenn du das Shurangama-Mantra rezitierst, richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf; wenn du den Buddha-Rezitations-Samadhi praktizierst, konzentriere dich voll und ganz auf das Rezitieren des Namens Amitabha Buddhas. Das größte Tabu in der spirituellen Praxis ist, ständig den Gegenstand deiner Aufmerksamkeit hin und her zu wechseln: Einen Tag rezitierst du den Namen Amitabha Buddhas, am nächsten den Guanyin Bodhisattvas, am übernächsten den Ksitigarbha Bodhisattvas. Wenn du so praktizierst, wirst du niemals Samadhi erreichen, noch wirst du je in der Lage sein, die Verdienste einer Dharma-Praxis wirklich zu vertiefen. Deshalb muss jeder, der sich der Reue-Praxis verschrieben hat, sich ganz und ungeteilt darauf konzentrieren, die Kultivierung eines einzelnen Dharma-Weges zu vertiefen.