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Raus!

Eines Tages fragte Chan-Meister Huanglong Huinan einen neben ihm stehenden Schülermönch:

Eines Tages fragte Chan-Meister Huanglong Huinan einen neben ihm stehenden Schülermönch:

Wenn ich Hunderte von Samadhis und zahllose Dharma-Tore in einem einzigen Satz zusammenfassen und dir mitteilen würde, würdest du mir das immer noch glauben?

Wie sollte ich es wagen, den aufrichtigen Worten des Meisters nicht zu glauben!

Huanglong deutete nach links und sagte:

Komm herüber!

Als der Schüler gerade hinübergehen wollte, fuhr Huanglong plötzlich barsch an:

Klängen und Farben nachjagen – wann soll das jemals ein Ende haben? Raus!

Ein anderer Schülermönch hörte davon und ging sofort hinein. Huanglong stellte ihm dieselbe Frage, und auch er antwortete:

Wie sollte ich es wagen, Euren Worten nicht zu glauben!

Daraufhin deutete Meister Huanglong nach rechts und sagte:

Komm herüber!

Dieser Schülermönch blieb stehen und weigerte sich, nach rechts zu gehen. Huanglong tadelte ihn ein weiteres Mal:

Du kommst zu mir, um mir nahe zu sein, und doch weigerst du dich, auf meine Worte zu hören. Raus!

Hat ein Chan-Praktizierender den Weg noch nicht verwirklicht, taugt weder dies noch jenes. Ist der Weg erst verwirklicht, sind die große Erde und die Berge, ja, alles ist Dharma. Im Chan gilt: Hast du einen Stock, gebe ich dir einen Stock; hast du keinen, nehme ich ihn dir wieder weg. Sagt man dir, diesen Weg zu gehen, ist er falsch; sagt man dir, jenen Weg zu gehen, ist auch jener falsch. Nicht diese Seite, nicht jene Seite – dennoch muss man „raus“ – einzig und allein, weil der Schüler sein Herz noch nicht erreicht hat. Wäre der Schüler nach links gegangen, dann nach rechts und schließlich stehen geblieben, frage ich mich, welchen weiteren Zug Meister Huanglong wohl gemacht hätte.